Motorrad-Neuzulassungen in der Schweiz: 2025 Saisonrückblick
- 2025-12-23
- Businesses
Da wir uns dem Ende der Saison 2025 nähern, ist es Zeit für unsere umfassende Analyse der Motorrad-Neuzulassungen in der Schweiz. Mehr lesen
Nachdem das erste Quartal 2026 nun abgeschlossen ist, ist es Zeit für unseren Bericht über den Schweizer Motorradmarkt: Zulassungen, Trends und Aussichten für Fachleute der Branche, ergänzt durch detaillierte Zahlen.
Wie üblich hat der Dachverband MotoSuisse die Zahlen zu den Neuzulassungen in der Schweiz für die ersten vier Monate des Jahres 2026 veröffentlicht. Und die Ergebnisse sind unterschiedlich.
Um den Kontext zu verdeutlichen, sei zunächst angemerkt, dass eine Zulassung nicht automatisch einen Verkauf bedeutet. Eine Zulassung erfolgt zwar im Hinblick auf einen Verkauf, oft jedoch, bevor dieser tatsächlich zustande kommt.
Bis Ende letzten Jahres war ein leichter Aufwärtstrend zu verzeichnen, und die Zulassungen von neuen Motorrädern setzten diesen Trend fort.
So stiegen die Zulassungen von neuen Motorrädern über vier Monate hinweg um 3,7 %, alle Marken und Hubraumklassen zusammengenommen.
Bei genauerer Betrachtung zeigt sich jedoch, dass die Unterschiede zwischen den Marken und Hubraumklassen erheblich sind. Und dass die meisten „traditionellen“ Hersteller rote Zahlen schreiben.
Betrachtet man die Entwicklung seit dem historischen Höchststand während der Pandemie, ist der Einbruch atemberaubend.
Die Branche verzeichnet in der Schweiz einen Rückgang der Zulassungen um -25,44 %, über alle Marken und Hubraumklassen hinweg.
Ist das unvermeidlich? Am Ende des Artikels präsentieren wir Ihnen einen ersten Lösungsansatz und zeigen Ihnen, wie die Vermietung dieses Problem zumindest teilweise beheben kann.
Los geht’s mit unserer detaillierten Analyse mit der Entwicklung über die letzten fünf Jahre.
Motorradmarkt Schweiz Q1 2026
Was die Verkaufszahlen nach Hubraum angeht, lässt sich Folgendes feststellen: Die Kategorie 126–250cc erholt sich zwar (+300 %), doch mit 28 neu zugelassenen Fahrzeugen bleiben die Zahlen nach wie vor unbedeutend.
Elektromotorräder setzen ihren Aufwärtstrend fort (+79 %). Zwar sind wir mit 414 zugelassenen Einheiten noch weit von den Zahlen der anderen Kategorien entfernt, doch lässt sich seit drei Jahren eine positive Entwicklung bei den Elektromotorrädern feststellen.
Die Mid-Size-Kategorie (500–1000 cm³) setzt ihren Aufwärtstrend fort. Rechnet man alle Zulassungen zusammen, ergibt sich ein Anstieg von +16 %.
Was die Königsklasse (> 1’000 cm³) betrifft, so setzt sich ihr Abwärtstrend fort. Nach einem Rückgang von -6 % im Jahr 2025 setzt sich die Negativentwicklung auch 2026 mit -6 % fort. Betrachtet man zudem die Entwicklung über einen Zeitraum von fünf Jahren, so ist ein beeindruckender Rückgang von -35 % zu verzeichnen.
Würden die Schweizer:innen vernünftiger werden und kleinere Motorräder fahren? Das ist die eine Hypothese.
Die andere Hypothese ist, dass sich vor allem Erstkäufer von Motorrädern neue Motorräder leisten (Midsize, A2).
Und dass erfahrene Motorradfahrer:innen und -fahrer bei steigender Modellerneuerungsrate auf Gebrauchtfahrzeuge ausweichen oder ihre Fahrzeuge seltener erneuern.
Oder sind es vielleicht die asiatischen Hersteller, die den Ausschlag geben, da sie mehr Fahrzeuge in dieser Mittelklasse-Hubraumklasse anbieten? Mehr dazu später.
Motorrad Neuzulassungen Schweiz 2025
Motorradmarkt Schweiz Q1 2026
Motorradmarkt Schweiz Q1 2026

Erste bemerkenswerte Entwicklung: Kawa kehrt in die Top 3 der Hersteller in der Schweiz zurück. Und das, obwohl ein potenzieller neuer Bestseller den Schweizer Markt noch nicht vollständig erobert hat: die KLE 500.
Mit einem äusserst wettbewerbsfähigen Preis für das Einstiegsmodell (7’350 CHF inkl. MwSt.) könnte dieses Modell der Konkurrenz, insbesondere den chinesischen Herstellern, Marktanteile abnehmen.
Yamaha und Honda behalten ihren Platz auf dem Podium. Doch während beide 2025 noch im Aufwind waren, ist der Rückgang im ersten Quartal dieses Jahres deutlich: –13 % bzw. –14 %.
Auf Platz 4 rutscht BMW ab, da die Zulassungen seines Flaggschiffmodells GS um -35% einbrechen (mehr dazu später).
Beginnen wir mit DEM Highlight: CF Moto hat es in die Top 10 der Schweiz geschafft … vor Suzuki und direkt hinter Harley.
Während chinesische Hersteller noch vor kurzem von ihren Konkurrenten, insbesondere aus Europa, als kostengünstige Alternative angesehen wurden, muss man feststellen, dass ihr Angebot bei einem wachsenden Teil der Schweizer Motorradfahrer:innen Anklang findet (mehr dazu weiter unten).
Ansonsten erholt sich KTM zwar wieder (+39 %), doch nach einem dramatischen Einbruch um -41 % im Jahr 2025 ist festzustellen, dass sich die Zahlen langsam wieder dem Niveau vor der Insolvenz des Unternehmens aus Mattighofen annähern (-17,6 % im Vergleich zu 2024).
Aprilia setzt, ganz im Sinne ihrer Rennergebnisse, ihre stratosphärischen Leistungen fort: +44 % und ein Wachstum von +145 % in den letzten 5 Jahren.
Triumph & Ducati setzen ihren Abwärtstrend fort (-12 % und -7 %), ebenso wie Suzuki (-12 %), das aus den Top 10 verschwindet.
Übrigens ist Moto Guzzi zu erwähnen, die offenbar auf einer willkommenen Erfolgswelle reitet: Die Zahl der Zulassungen hat sich auf 131 Einheiten fast verdoppelt (+93 %)!
Und wie üblich verzeichnet Harley Davidson einen Rückgang von -4 % bei den Neuzulassungen. Hält der Aderlass an? Schwer zu sagen, aber sollte sich der Trend fortsetzen, wäre es keine Überraschung, wenn das Unternehmen aus Milwaukee aus den Top 10 der grössten Hersteller der Schweiz herausfallen würde.
Wenn man jedenfalls den Durchschnitt der Zulassungen der „Nachzügler“ – also KTM, Triumph, Ducati, HD und Suzuki – berechnet und die Entwicklung über fünf Jahre betrachtet, sprechen die Zahlen für sich: -41 %. Und da die asiatische Konkurrenz von hinten drängt, könnten einige dabei Federn lassen. Mehr dazu weiter unten.
Motorradmarkt Schweiz Q1 2026
Reden wir nicht um den heissen Brei herum. Während asiatische Hersteller früher – wahrscheinlich zu Unrecht – als Billigkonkurrenz galten, steigen sie nun deutlich in höhere Preisklassen auf und gewinnen an Stärke.
Anfang des Jahres waren wir auf den Messen in Zürich und Lyon, und die Botschaft ließ kaum Raum für Zweifel.
Die chinesischen und indischen Hersteller erobern den europäischen Kontinent und strecken stolz die Brust heraus: immer grössere Stände, mehr Modelle, deren Leistung langsam aber sicher mit der ihrer japanischen und europäischen Konkurrenten gleichzieht – und das zu sehr wettbewerbsfähigen Preisen.
Voge, Loncin, QJMotor, Zontes, CF Moto, TVS, Hero MotoCorp, Bajaj usw. – diese Namen sagen Ihnen vielleicht noch nichts … zumindest vorerst. Doch es handelt sich um Giganten, die jährlich Hunderttausende oder sogar Millionen von Zweirädern produzieren, oft mit modernsten Fertigungsanlagen, und die auch als Zulieferer für die grossen Namen der Branche tätig sind.
Sehen wir den Tatsachen ins Auge: Die traditionsreichen Hersteller haben bereits vor über 20 Jahren begonnen, Partnerschaften mit asiatischen Unternehmen einzugehen. So hat BMW im Jahr 2005 die Zusammenarbeit mit Loncin aufgenommen, um den Zweizylinder-Motor für die 650 GS zu produzieren, gefolgt von der 700, 800, 850 und nun der 900 GS. In ähnlicher Weise produziert der zweitgrösste Hersteller Indiens, TVS, die 310GS und nun die neue Plattform rund um die F450 GS.
Triumph produziert alle seine Modelle in Thailand (mit Ausnahme der TFC-Modelle für Triumph Factory Custom). Ducati produziert einen Teil seiner Modelle in Thailand, insbesondere die Scrambler, während Harley einen Teil seiner Produktion an das indische Unternehmen Hero MotoCorp auslagert, darunter die Street Rod 750.
Und einige Marken sind regelrecht in den Einflussbereich grosser asiatischer Konzerne geraten: Royal Enfield, Benelli, Moto Morini, BSR oder auch Norton und KTM.
Letztere sind vielleicht das symptomatischste Beispiel. TVS hat 2020 den traditionsreichen englischen Hersteller Norton übernommen, dessen erste Modelle 1200 Manx, Manx R und Atlas 650 auf der EICMA und anschließend in Lyon vorgestellt wurden. In diesem Zusammenhang wurden mehr als 230 Millionen Euro in die Modernisierung der Produktionsanlagen investiert.
KTM hingegen ging in die Hände des indischen Unternehmens Bajaj über, das bereits 49,9 % des Unternehmens aus Mattighofen schon besass und nach dessen Konkurs im Jahr 2025 das gesamte Unternehmen übernahm.
Werden sie einen Teil der Produktion in Europa beibehalten? Nichts ist weniger sicher, vor allem wenn man sich andere Fälle aus jüngster Zeit ansieht.
Und was bedeutet das alles für die Endkunden? Angesichts einer sich immer weiter verringernden Qualitätslücke zwischen den „traditionellen“ Herstellern und den Newcomern: Lohnt es sich dann noch, einen Aufpreis für die Marke zu zahlen?
Jeder kann diese Frage für sich selbst beantworten, aber die Zahlen liefern uns bereits einen Teil der Antwort…
Die Stückzahlen sind nach wie vor nicht vergleichbar. CF Moto beispielsweise, der führende chinesische Hersteller in der Schweiz, hat fünfmal weniger Fahrzeuge zugelassen als Yamaha. Das sei angemerkt.
Aber der Trend ist eindeutig. Abgesehen von Kawa, KTM, Aprilia und Moto Guzzi verzeichneten nur die asiatischen Hersteller einen Anstieg der Zulassungen:
Ganz zu schweigen von all den anderen Modellen, die an dieselben Unternehmen in Auftrag gegeben wurden (z. B. BMW F900, KTM usw.)
Ist das nun ein echter Trend oder nur eine vorübergehende Modeerscheinung? Für Neueinsteiger in die Welt der Motorräder, die oft nur ein begrenztes Budget für den Kauf ihres ersten Motorrads haben und für die historische Referenzen nicht mehr unbedingt ein Entscheidungskriterium sind, die Argumente der asiatischen Hersteller sind glaubwürdig oder zumindest hörbar.
Denn von der Herstellergarantie profitieren zu können und dafür viel weniger als 10.000 CHF auszugeben, ist ein Argument, das punkten kann.
Und mit einem wachsenden Händlernetz könnten sich die Sterne vielleicht (allmählich) positiv ausrichten.
Behält die BMW R 1300GS die Spitzenposition? Trommelwirbel…
Ja, wenn man die Zulassungen der GS und der GSA zusammenzählt, bleibt die BMW R1300 GS(A) mit 338 Einheiten die Verkaufskönigin (-35%).
Dann folgt die Kawasaki Z900 mit 301 Einheiten (+7 %)
Die MT-07 rundet das Podium mit 282 Einheiten (+1 %) ab.
Es folgen
Es zeigt sich, dass die Roadster weiterhin die Top 10 dominieren.
Motorradmarkt Schweiz Q1 2026
Es ist klar, dass der Grundtrend darauf hinzudeuten scheint, dass die historischen Verkäufe während der Pandemie der Vergangenheit angehören.
Angesichts grosser Herausforderungen wie der Inflation, steigenden Versicherungsprämien, Mieten oder Energiepreisen mag der Kauf eines neuen Motorrads für die Schweizer Haushalte nicht mehr oberste Priorität haben.
Und die Krise im Nahen Osten, deren Auswirkungen sich bislang nur an der Tankstelle bemerkbar machen, könnte das Bild noch weiter trüben.
Die Importeure setzen die Händler weiterhin unter Druck, um ihre Verkaufsziele zu erreichen…
Sollten sich die Händler deshalb Sorgen machen? Nein, vor allem dann nicht, wenn es sofort einsatzbereite Lösungen gibt.
Motorradmarkt Schweiz Q1 2026
Wir haben eine Fallstudie vorbereitet, um zu sehen, ob die Vermietung eine Ergänzung oder sogar eine gangbare Alternative zum Verkauf ist.
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Wir hoffen, dass diesen Artikel für Sie hilfreich war.
Vielen Dank für Ihr Interesse und bis bald mit einem neuen Artikel!
Ride on!
Motorrad Neuzulassungen Schweiz 2024
Seit 2019 veröffentlicht Cruizador dreimal jährlich eine detaillierte Studie zur Entwicklung des Motorradmarktes in der Schweiz. Diese Studie stützt sich auf die Rohdaten des Dachverbands der Schweizer Importeure motorisierter Zweiräder, Motosuisse.
Cruizador wertet diese Zahlen anschliessend aus, wobei nur diejenigen berücksichtigt werden, die Motorräder mit mehr als 125 ccm Hubraum betreffen, und führt sie in ein firmeneigenes Berechnungsmodell ein, das es ermöglicht, die Entwicklung der Branche seit Beginn der Aufzeichnungen zu verfolgen.
Hinzu kommen Gespräche mit Fachleuten der Branche, Besuche auf Fachmessen sowie Informationen aus anderen Fachmedien.
Auf der Grundlage all dieser Daten liefert Cruizador einen Interpretationsrahmen, der den Leserinnen und Lesern hilft, die Herausforderungen der Branche sowie ihre Entwicklung und Perspektiven zu verstehen.
Motorradmarkt Schweiz Q1 2026